150 JAHRE WESTBAHN IN ST. PÖLTEN

Mit einer „sagenhaften“ Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde, fuhr vor 150 Jahren der erste Zug vom Wiener Westbahnhof nach St. Pölten.

Ausstellung wurde bis Jänner 2009 verlängert!

 Anhand von Fotos, Dokumenten und Exponaten wird die Geschichte der Eisenbahn in unserer Gegend mit all ihren Höhen und Tiefen präsentiert. Die Ausstellung ist im Rathaus St. Pölten vom 6. September bis 6. November 2008 während der Amtsstunden zu besichtigen.

Wenn man sich mit der Geschichte unseres Landes befasst, wird man feststellen, dass St. Pölten im Gegensatz zu Krems mit seiner bevorzugten Lage an der Donau, bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein ein Schattendasein fristete. Erst mit dem Bau der „Kaiserin Elisabeth-Bahn“ im Jahre 1856 begann St. Pöltens Aufstieg zum Industriestandort. In einem Zeitraum von nur 2 Jahren erfolgte die Fertigstellung der Westbahn und der Hauptbahnhof der heutigen Landeshauptstadt entwickelte sich aufgrund seiner Nebenlinien ins Umland zum zentralen Eisenbahnknoten des Landes. Die Industrialisierung erforderte natürlich eine Menge von Arbeitskräften, sodass die Einwohnerzahl der Stadt in den folgenden Jahrzehnten einen gewaltigen Sprung nach oben machte und die Bevölkerung sich von 8000 im Jahr 1870 auf 22000 Einwohner 1912 vermehrte.
Neben ihrem Siegeszug machte die Westbahn während ihres langjährigen Bestehens auch schwierige Phasen durch. So ging die „Kaiserin Elisabeth-Bahn“, welche vorerst mit Privatkapital finanziert wurde, nach nur 3 Jahrzehnten in den Besitz der kaiserlich-königlichen Staatsbahnen über. Nach dem Zerfall des Kaiserreichs 1918 bis zum Anschluss 1938 wurde sie von den Bundesbahnen Österreichs (BBÖ) geführt, und als Teil der Deutschen Reichsbahn 1944/45 durch zahlreiche Luftangriffe schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Wiederaufbau erfolgte rasch, sodass bereits im Mai 1945 der erste Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) im St. Pöltner Hauptbahnhof einfahren konnte.
Seit ihrer Errichtung im 19. Jahrhundert verändert sich das Netz der Westbahn stetig: Aus den anfänglichen zwei Zugbewegungen pro Tag zwischen Wien und St. Pölten sind mittlerweile über 600 geworden. Wofür man 1858 zweieinhalb Stunden Fahrzeit brauchte, werden durch die Neubaustrecke Wien-St. Pölten künftig nur noch 25 Minuten benötigt. Sichtbare Zeichen für den Aufbruch der Westbahn ins 21. Jahrhundert sind nicht nur der modernisierte Fuhrpark, sondern auch die Großbaustelle Bahnhof und das Schienennetz im Raum der Landeshauptstadt.


Die Stadt trauert um Dr. Franz Forstner
Stadler: „Er hat die Kulturabteilung maßgeblich geprägt“

Nach kurzer, schwerer Krankheit riss ihn der Tod am Sonntag dem 09.10.2008 im Alter von 63 Jahren aus dem Leben.
Mit Dr. Franz Forstner verliert die Kulturverwaltung der Stadt St. Pölten nicht nur ihren stellvertretenden Leiter, sondern vor allem einen langjährigen Freund und kompetenten Kollegen.
Seit 1989 war Dr. Franz Forstner in der städtischen Kulturverwaltung tätig, 1995 wurde er für seine wissenschaftliche Arbeit mit dem NÖ Kulturpreis ausgezeichnet. Bürgermeister Mag. Matthias Stadler: „Er hat die Abteilung maßgeblich geprägt, seine Ausstellungen werden vielen St. PöltnerInnen und uns unvergesslich bleiben.“ Unter anderem war er Herausgeber und Mitautor des St. Pöltner Kulturjahrbuches.
Ob die große Ausstellung „Europa schrankenlos“ im Schloss Pottenbrunn und im Stadtmuseum, die Sonderschau zum 500 Jahr-Jubiläum des St. Pöltner Rathauses oder
„St. Pölten 1945-1955 – Geschichte(n) einer Stadt“, Dr. Franz Forstner verstand es, alle Altersgruppen mit tollen Exponaten und Schaustücken für Stadtgeschichte zu begeistern. Seine letzte Ausstellung über die „Geschichte der Eisenbahn in St. Pölten“ ist derzeit in der Galerie im Rathaus zu sehen.

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