35 Jahre Injoest - zu Gast im Stadtmuseum

In vier Kurzvorträgen wird der lebensverändernden Zäsur gedacht, die der 12. März 1938 für die österreichischen Jüdinnen und Juden bedeutete. Termin: am Dienstag, dem 14.03.2023 um 18:00 Uhr, Anmeldung bis 12. 3. 2023 an office@injoest.ac.at erbeten.

Wir gedenken in vier Kurzvorträgen der lebensverändernden Zäsur, die der 12. März 1938 für die österreichischen Jüdinnen und Juden bedeutete. Martha Keil macht in ihrer Einführung Er­innerungen von St. Pöltner Jüdinnen und Juden hörbar. Philipp Mettauer zeigt und kommentiert bisher unveröffentlichtes Filmmaterial über die Fahrt deutscher Truppen und ihrer österreichi­schen Helfer und Helferinnen durch die St. Pöltner Innenstadt. Merle Bieber widmet sich dem Antisemitismus in den niederösterreichischen Urlaubsorten. Zwar waren die Jüdinnen und Ju­den bereits ab den 20er Jahren mit einer neuen Art des Antisemitismus konfrontiert, konnten diesem bis zum 12. März 1938 jedoch noch ausweichen. Danach waren sie in den Sommerfri­scheorten nicht mehr erwünscht. Schließlich erinnert Benjamin Grilj anhand der Einträge in den Sterbebüchern 1938 an eine völlig vergessene Opfergruppe: an diejenigen, die in Verzweif­lung und Angst ihrem Leben ein Ende setzten.

Programm

Thomas Pulle: Begrüßung

Martha Keil: Nicht nur in St. Pölten. 85 Jahre nach dem „Anschluss“

Philipp Mettauer: Des Führers Mittagsrast in St. Pölten. Der „Anschluss“ am 14. März 1938

Merle Bieber: „Judenfrei”. Sommerfrische-Antisemitismus vor und nach dem „Anschluss” Österreichs

Benjamin Grilj: Unfreiwillige Selbsttötung. Auswirkungen der NS-Pogrome in jüdische Wohnzimmer


Danach dürfen wir Sie zu einem Glas Wein einladen.
Anmeldung bis 12. 3. 2023 erbeten an office@injoest.ac.at!

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