Ernest A. Kienzl - Zeichen

Der St. Pöltner Künstler Ernest A. Kienzl zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten aus den Jahren 2000 bis 2004, die in Zusammenhang mit seiner langjährigen Auseinandersetzung mit Zeichen und Codes entstanden sind.

Es sind dies Arbeiten auf und aus Papier, auf Leinwand und anderen Materialien, sowie Objekte und Installationen.


Die Zeichen, mit denen sich Kienzl auseinandersetzt, entstehen aus Quadraten bzw. Teilungen von Quadraten, die in zahlreichen Variationen zusammengesetzt werden. Es entstehen »Mehrfeldzeichen«, wie z.B. »Neunfeldzeichen«, »Sechzehnfeldzeichen« u.a., die aus einer entsprechenden Anzahl von quadratischen Feldern bestehen. Sie können als Code interpretiert werden: Z.B. als Partituren für Töne oder Geräusche, die simultan erklingen oder in einer Folge von mehreren »Mehrfeldzeichen« zu einer Komposition werden – oder sich zu abstahiert-bildhaften Zeichen zusammenfügen.
Die Arbeiten zeichnen sich vor allem durch einen intensiven Figur-Grund-Bezug aus, der oft zu einem »Kippeffekt« zwischen Zeichen und Bildträger führt.
Als ein überwiegend im plastischen Bereich arbeitender Künstler interessiert sich Kienzl natürlich besonders für die Transformation der Zeichen in die Dreidimensionalität, sprich in Würfelformen, die aus verschiedensten Materialien wie Papier, Ton oder Granit bestehen und mit Tusche, Oxyden oder Asphalt gestaltet sind.
Ungewöhnliche Materialien und Materialkombinationen – auch sonst ein Merkmal für das künstlerische Schaffen Kienzls – lassen oft archaisch oder mystisch anmutende Objekte entstehen. Dazu trägt auch die – nicht auf geometrische Exaktheit ausgerichtete – »handschriftliche« Gestaltung und die reduzierte Farbigkeit der Flächen und Formen bei.
Zeicheninstallationen im öffentlichen Raum außerhalb des Stadtmuseums ergänzen die Schau und erweitern die Interpretationsmöglichkeiten durch weitere – nicht im unmittelbaren Kunstzusammenhang stehende – Kontexte. Sie treten mit den dort vorhandenen Zeichensystemen (z.B. Verkehrszeichen) in Konkurrenz und stellen deren »Lesbarkeit« zur Diskussion.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, sowie eine Dokumentation im Internet unter www.kienzl.net.

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