Heidemarie Koppensteiner - Meine Suche nach dem Glück

Mit Heidemarie Koppensteiner präsentiert sich in der Rathausgalerie eine Künstlerin, die seit langem eng mit der landeshauptstädtischen Kunstszene verbunden ist.

Mit Heidemarie Koppensteiner präsentiert sich in der Rathausgalerie eine Künstlerin, die seit langem eng mit der landeshauptstädtischen Kunstszene verbunden ist.
Geboren wurde sie zwar in Frankfurt am Main, aber aufgewachsen ist sie im Raum St. Pölten/Krems. Die Volksschule besuchte sie in Mautern  a. d. Donau, das Realgymnasium schließlich in St. Pölten. Seit der Jugendzeit besuchte sie immer wieder Malkurse, u.a. bei Prof. Tobner, Prof. Zöchling, aber auch bei Prandtauer-Preisträger Prof. Rupp und bei Willi Schagerl. Ergänzt wurde diese Ausbildung durch den Besuch von Kunstkursen bei Prof. Ernst Krötlinger in St. Pölten und von Erwin Kastner in Geras. Im Laufe der Jahre hat sie sich mit den unterschiedlichsten Techniken der Bildenden Kunst auseinander gesetzt – z.B. mit Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei, aber auch mit Tempera, Gouache und Radierungen.
In unzähligen Gemeinschaftsausstellungen waren ihre Arbeiten bisher zu sehen, seit 1983 bestritt sie aber auch zahlreiche Einzelausstellungen.
Ihre aktuelle Ausstellung trägt den Titel „Meine Suche nach dem Glück“ – ein Titel der für uns alle Bedeutung hat – wer sucht nicht nach seinem eigenen Weg um Glück und Zufriedenheit zu finden?
Der Titel verweist aber auch darauf, dass die Bilder von Heidemarie Koppensteiner nicht ohne die Schöpferin zu verstehen sind – wir finden hier keine anonymen kreativen Schöpfungen, sondern Arbeiten, die jene Suche nach dem Glück illustrieren, die Heidemarie Koppensteiner im Titel ihrer Ausstellung anspricht.
Gleichzeitig ist das Malen an sich wohl auch schon ein wichtiger Teil dieser Suche nach dem Glück, die hier angesprochen wird. Denn wer im kreativen Schaffen Erfüllung findet, der ist auf der Suche nach seinem persönlichen Glück ein gutes Stück weiter gekommen!

Die Ausstellung von Heidemarie Koppensteiner ist zweigeteilt – hier im Foyerbereich sind die Acrylbilder zu sehen – im rückwärtigen Teil der Ausstellung hinter dem Gemeinderatssitzungssaal sind die Aquarelle ausgestellt. Auffällig bei den Acrylbildern ist die große Bandbreite unterschiedlichster Themen, die von Heidemarie Koppensteiner aufgegriffen werden. Aktbilder, Landschaften und Naturstudien, aber auch figurative Arbeiten und freie Abstraktionen sind in diesem Bereich der Schau ausgestellt.
Die Farbe hat eine ganz besondere Bedeutung in den Arbeiten von Heidemarie Koppensteiner – etwa jene Serie von roten Bildern, die den Besucher empfängt, wenn er über die Stiegen kommt – Rot als Synonym für Sinnlichkeit – aber gleichzeitig auch als symbolhaft eingesetzte Farbe im Landschaftsbild. Neben der Farbe ist es vor allem die Komposition, die den Betrachter aufmerken lässt  und die es dem Betrachter erleichtert in die hier vorgefundenen Bildwelten einzudringen. In manchen Bildern wird figurales von abstrakten Farbfeldern überlagert – wie Erinnerungsfetzen aus einer fernen Vergangenheit tauchen diese Bildteile auf der Leinwand auf!
Auch in ihren Aquarellen sucht Heidemarie Koppensteiner das „Besondere“ – ihre Aquarelle der St. Pöltner Innenstadt bei Nacht – das habe ich so noch nie gesehen! Die Motive aus dem Regierungsviertel und die Naturstudien rund um die Stadt (Traisen, Viehofner See) – in diesen Bildern ist die geübte Aquarellistin zu erkennen – sie beherrscht es, ein einmal gefundenes Motiv ansprechend und effektvoll umzusetzen!
Zitat H. Koppensteiner: „Meine Bilder sind Ausdruck meiner Lebens- und Gestaltungskraft durch Licht, Farbe und Form sowohl in der gegenständlichen Form als auch in der Abstraktion. Ich will Harmonie erreichen durch das Gleichgewicht der Beziehungen zwischen Linien, Farben und Flächen.“

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