Mobiles Erinnern

Gedenkveranstaltung zu den Todesmärschen ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter 1944 – 1945 auf dem Riemerplatz

Etwa 40.000 ungarische Juden befanden sich vor Kriegsende im Bereich des heutigen Österreich, waren in Arbeitslagern untergebracht oder wurden quer durch das Gebiet unter anderem auch in die Konzentrationslager Mauthausen, Ebensee und weiter nach Gunskirchen transportiert.


Sie hinterließen viele Spuren, die heute auf den ersten Blick nicht mehr sichtbar sind: aufgelassene Lagerbaracken oder Gräber zählen ebenso dazu wie Erinnerungen und Erzählungen, die teilweise dokumentiert sind. Während der Transporte verloren viele der geschwächten ungarischen Juden aufgrund ihrer schlechten Versorgung oder auch in Folge von Gräueltaten und Seuchen ihr Leben.

Ein Stahlobjekt (die Grundplatte 4 x 1 Meter und zwei etwa 2 Meter hohe Dreiecke aus gelbem Stoff) wird genau 60 Jahre später von der österreichisch-ungarischen Grenze bzw. aus Ungarn in mehreren Stationen durch das Gebiet, in dem Verbrechen an Juden verübt wurden, transportiert. Begleitende Informationsmaterialien sollen der Bevölkerung Ziel und Inhalt des Projektes verdeutlichen. Begleitend wird ein Videofilm mit Zeitzeugen aufgenommen. Geplant ist in diesem Zusammenhang, auch erhaltene Fotos und Dokumente ausfindig zu machen und in die Dokumentation einzubeziehen.

Zuletzt wurde die Gedenkskulptur in Graz und Eisenstadt gezeigt.

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